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Unweit des Köperweges und der Düwelsburg gibt es auch noch heute einen großen Teich. Richtig heißt er "Bauernkuhle", doch der Volksmund nennt ihn "dei Düwelskuhln" (Teufelskuhle). Sie war schön anzusehen, wenn im Frühling die Sumpfdotterblumen blühten. Noch schöner war es dort, wenn im Sommer die Glockenheide blühte. Und doch lag der Teich einsam da und wurde von den Menschen gemieden, denn dort soll es spuken.
Wenn Wanderer in der Dunkelheit den Köperweg entlang gingen, kamen die Geister aus der Kuhle und verjagten sie, so wird erzählt. Von Geistern ist in Reiningen auch heute noch die Rede. Selbst der Teufel sill mit den Hexen an der "Düwelskuhln" Versammlungen abgehalten haben. Eines Abends ging eine Magd aus Reiningen dort entlang. Es lag ein Gewitter in der Luft, und das Mädchen hatte gerade ein Gewitter auf dem Hof erlebt. Der Bauer war dahinter gekommen, dass der Hoferbe und sie sich liebeten. Sofort wurde die Magd vom Hof gejagt. Nun ging sie traurig den Köperweg hinunter, und an der "Düwelskuhln" erschien ihr der Teufel und wollte sie zur Hexe machen. Sie schrie laut um Hilfe, doch niemand hörte sie. Dann brach auch noch das Gewitter los und der Teufel wurde immer zudringlicher. Da rief das Mädchen Gott um Hilfe an, und der Teufel und seine Hexen verschwanden in dem Teich und wagten sich nicht mehr heraus. Aber oft ist noch ihr Grummeln und Knurren aus der Kuhle zu hören.
Der liebende Bauernjunge suchte sein Mädchen und fand es im Morgengrauen am Rande des Köperweges liegend. Er nahm sie in die Arme und küsste sie, da schlug das Mädchen die Augen auf und kam zur Besinnung. Die beiden kehrten nicht zum väterlichen Hof des Jungen zurück, sondern wanderten ins Oldenburgische. Hier fanden sie Arbeit auf einem Bauernhof. Da sie fleißig und ordentlich waren und der Bauer keine Kinder hatte, wurden sie an Kinderstatt angenommen. Dort haben sie die Geschichte erzählt, doch Reiningen und die "Düwelskuhln" immer gemieden.
(Quelle: "Stemwede Aktuell vom 27. 03 2008", Verfasser: Karl Hamer Zitiert durch: Wilhelm Dullweber, Gemeindeheimatpfleger Stemwede)